Aktuell !!

1. Täglich aktualisiert
Aktuelle Wetterwarnungen und Wetterkarten zu Hause und auf See
Aktuelle Wetterberichte, Satellitenbilder (auch weltweit), weitere Wetterdaten.
Sonnenaufgang / Sonnenuntergang zu Hause und auf See (Koordinaten eingeben).  Und Hurrikan-Warnungen!
Reisemedizin aktuell: Epidemien, Naturkatastrophen etc.

2. Jährlich aktualisiert
Empfehlungen der Impfkommission (STIKO) 2015
Verbreitung und Prophylaxe der Malaria 2016  ←


     [James Gathany/Wikipedia]
Medizin-Box ("Bord-Apotheke") für Sportboote
Seewetterbericht und Wetterwarnungen (DWD)

TRANSPARENCY INTERNATIONAL – Gesundheitswesen

3. Weitere aktuelle Informationen in
Medizin aktuellReisemedizinaktuelle MusikstückeMusik & Kultur in OffenbachPhilosophieSegeln

Energiepolitischer Ausblick 12.2.2015: Dr. Barbara Praetorius

Und für Hochseesegler zum Träumen: Blauweißes Rauschen der Meeresströmungen (NASA 2012)

im Klingspormuseum
in Offenbach siehe unten

Juni 2016

Josua Reichert, Schöpfungsalphabet aus dem Buch Sohar, 1998

Rhein-Main-Kunst 'auswärts':
»Kunst wischt den Staub des Alltags von der Seele« (Picasso)
siehe Offenbacher Picasso


Aktualisierte Texte:  Herzinfarkt (02/15), Herzinsuffizienz (3/15), Vorhofflimmern (5/14), Medizinethik (07/15), Brotrevolten (07/15), Leitlinien (12/14), Reisemedizin (11/15), Medizin aktuell (04/15), Metaanalysen (5/13),  Pharmaindustrie und Pharma–Kritik (12/14), Korruption (11/14), Bilder (09/15), Charter Segeln (11/15), Segeltörn (10/15), Offenbach (10/15), Hausmusik – noch aktuell? (12/14), ... über Musik (3/16), Philosophie (12/15), Bioethik (10/09), Impressum (12/14).

Die aktuelle Publikation:

·  Der Kapp-Putsch in Prenzlau 1920. Mitteilungen des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau 19/2013: 195-198
·   Jack London and Ross River Disease on the Snark Voyage. THE CALL Vol. 23, 1/2013: 14-18 (Jack London Society)
·  Parallelspuren – eine flexible Ergänzung für patrilineare Stammtafeln? Editorische Anmerkungen zum Buch SPUREN (2013)
·  Leutnant Otto Praetorius und Generaloberarzt Dr. Otto P. 1914-15, Kriegstagebuch von Dr. Otto Praetorius 1917-18
  (18.3.2014-17.6.2016) Onlineplattform "Europeana 1914-18".
·  Familientreffen nach 343 Jahren (Archiv für Familiengeschichtsforschung (AfF) 4/2014:135-138)
·  Berlin, Schloßplatz 3. Die Familien Hanff, Steiner und Pietzcker (Archiv für Familiengeschichtsforschung (AfF) 4/2015:129-132)
·  1760 in Güstrow: Lieber Arzt oder Apotheker? Jahrbuch Güstrow 2017, 117-121 (1.12.2016).

    Die aktuelle Information:: Südsee-Törn 3/2012.
    Das aktuelle Interview: Seekrankheit (SWR 10.3.09) - Leserbrief: Brief zu "Hausärzte = Lotsen"? (DÄ 28/2014
    Das aktuelle Buch: SPUREN der Familie Praetorius; 5/2017, 224 Seiten, BoD-Verlag. Blick ins Buch!
    Hochaktuelle Musik, Welturaufführung 25.7.2015: Derek Healey, Contradanse opus 143 für Violine und Baritonsaxophon.

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Nautische Nachrichten (NNKA)

NNKA online, Medizin an Bord: Medizin-Box für Sportboote - Aktualisierung 2016 erschienen (NNKA 4/2016)
Redaktion NNKA: Seitdem dieser Wegweiser zur Ausstattung mit Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln das erste Mal 2001 erschien, hat sich auf diesem Gebiet einiges getan. Dr. med. Frank Praetorius (Innere Medizin / Kardiologie / Reisemedizin) hat unter der Beratung von Chefapothekerin Dr. Antje Kneisel (Klinikum Offenbach am Main) den Inhalt einer kritischen Überprüfung unterzogen und aktualisiert. (Eventuell zum persönlichen Gebrauch auf Anfrage)

Nautische Nachrichten (NNKA) 4/2007, 39–42: Fahrtensegeln im Rentenalter
Nautische Nachrichten (NNKA) 2/2009, 135–136: "Reisen mit Vorerkrankungen" (Rezension)
Nautische Nachrichten (NNKA) 3/2009, 34–45: Erste Hilfe bei Verletzungen
Redaktion NNKA: Auf See werden viele medizinische Probleme bereits unterwegs gelöst und sind bei der Ankunft im Hafen schon wieder vergessen. In anderen Fällen - zum Glück sehr selten - kann es ums Leben gehen. Die Unterscheidung "kleiner" von schweren Störungen hat eine zentrale Bedeutung...  
Nautische Nachrichten (NNKA) 3/2013, 54-58: Krank in den Tropen. Die Lehren aus Jack London. ; PDF ohne Bilder, oder s. o. zu Jack London)


Zur Kritik der Pharmaindustrie siehe dort und unter Meta-Analysen.

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Aktuelles zum Thema Transparenz oder Korruption in der Medizin

(Siehe auch 'Medizin aktuell' und Pharma–Kritik)

16.5.2014 Korruptionsverdacht bei Krankenhauseinweisungen: Der Kaufmännische Geschäftsführer der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main soll in den Jahren 2010 bis 2012 für die Zuweisung von Patienten insgesamt 47.000 Euro an einen Mitarbeiter der gesetzlichen Unfallversicherung (VBG) gezahlt haben.

17.11.14 "Die Welt": Das korrupte Geschäft mit Arznei für die Dritte Welt. Pharmakonzerne engagieren sich stärker für die Dritte Welt, als viele denken. Die Länder haben heute einen deutlich besseren Zugang zu westlicher Medizin (nach dem aktuellen "Access-to-Medicine"-Index, einer Art Rangliste der Hilfsbereitschaft in der Pharmaindustrie). Doch in dem Geschäft grassiert Korruption. Die Zahlen, welche die Experten für 2014 zusammengetragen haben, sprechen Bände: So gaben zwar alle Konzerne an, eigene Korruptionsrichtlinien und einen Mindeststandard für ethisches Verhalten etabliert zu haben. Dennoch sei es bei 18 von 20 befragten Unternehmen zu Verstößen gekommen, heißt es in dem Report. Der Artikel zeigt die Umsatzentwicklung der 20 Konzerne in den letzten drei Jahren.

10.07.2014: Der Verein "Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V." (FSA) bestätigt das vollständige "Verbot von jeglichen Geschenken - so auch von geringwertigen Abgaben wie etwa Kugelschreibern oder Kaffeetassen - an Ärzte" (2013). Man will schon "den Anschein einer unzulässigen Beeinflussung vermeiden." Es ist zu hoffen, dass dies auch für härtere Korruption gilt:
Am 11.03.2010 hatte im ZDF heute journal ein Mann, der seit knapp 20 Jahren für unterschiedliche Pharmafirmen arbeitete, über korrupte Machenschaften in seiner Branche berichtet. Ärzte würden dafür bezahlt und beschenkt, bestimmte Medikamente zu verschreiben. Um das zu verschleiern, würden Beraterverträge ohne Gegenleistung geschlossen (Beitrag "Ein Pharmareferent packt aus"). Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) attackierte den Bericht vom 10. März als "unseriös" und "verunglimpfend" (Cornelia Yzer, Ärzte Zeitung). Der Film der Sendung ist noch beim "YouTube of Russia" zu sehen.

22.07.2009: "Pharmabranche lehnt Anti-Korruptions-Kodex ab". „Unsere Firmen müssen sich an Recht und Gesetz halten“, sagte die Justiziarin des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH) zu WELT ONLINE, und "ein solches Instrument ist dem Rechtsstaat fern" (zum geforderten Verhaltenskodex für die Pharmafirmen).
Bei so genannten Anwendungsbeobachtungen ('bezahlte Scheinforschung') – 100 Euro pro Bogen? "Das kommt vor. Im Extremfall geht das dann hoch bis 2500 Euro" –spricht man von Kaminstudien ("Ärzte könnten die Studienbögen bequem abends am Kamin ausfüllen").

Im "Global Corruption Report 2006" forderte TRANSPARENCY INTERNATIONAL Deutschland:
"Es muss eine Kultur entstehen, die Korruption im Medizinbereich ächtet. Es ist unmoralisch und unanständig, sich an einem System zu bereichern, das Menschen mit geringem Einkommen immer mehr belastet und durch Fehlallokation zunehmend Lücken lässt in einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung."

Nach Transparency International liegt der jährliche Schaden, der dem deutschen Gesundheitswesen durch Bestechung entsteht, zwischen sechs und 20 Milliarden Euro (Hochrechnung einer internationalen Schätzung).

seitenanfang Buchkunst

Buch- und Schriftkunst aktuell !!

Im Klingspor-Museum in Offenbach
Buch des Monats
Seit 2017 wieder am 1. Freitag in jedem Monat, 14.00 Uhr (Tel. 069 8065-2954)

7. Juli 2017
»Schreiben - Zeichen von Macht und Ohnmacht.«
"Was auf dieser blauen Tafel Gott mit seinem Finger schrieb… " . Von dieser Passage aus Calderons (1600-1681) "Das Leben ist ein Traum" sollen alte und ganz neue Werke der Sammlung des Klingspor Museums angeschaut und erörtert werden. Beweggründe des Schreibens werden deutlich, die weiter reichen als eine Sequenz lesbarer Sätze. Die Einheit (Nikolaus von Kues) gegensätzlicher Äußerungsformen von Wort und Bild stimuliert die Wahrnehmung von Inhalt und Form, von IN_FORM_ation. Angesehen werden Werke von Christine Hartmann, Eva Aschoff, Jean Dubuffet, Georges Braque, Rudo Spemann, Daniel Ben Hur, Pablo Picasso, Paul Stein.

6. Januar 2017
»Leidenschaftlich Bilderbücher: Die Illustratorin HELGA BANSCH«
1957 im österreichischen Leoben geboren, nach 25 Jahren als Volksschullehrerin nun seit 2003 ganz als freischaffende Künstlerin auf das Kinderbuch konzentriert, sieht sich Helga Bansch in ihrer illustratorischen Arbeit als "wohlwollende Beobachterin". Dieses Wohlwollen und die Freude, für Kinder künstlerisch zu arbeiten, merkt man ihren zahlreichen Publikationen an, für die sie bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt.
Für das Bilderbuch "Die Rabenrosa", dessen Text ebenfalls von ihr stammt, erhielt sie unter anderem den Evangelischen Buchpreis 2016. Im Rahmen der Preisverleihung fand eine Lese- und Workshop-Reise mit ihr statt, in der sie freimütig über ihre Arbeitsweise und lntensionen sprach.
Helga Horschig berichtet über das Zusammentreffen mit der Künstlerin und zeigt ausgesuchte Bilderbücher aus ihrer Hand.

7. Oktober 2016
»Kate Steinitz«
Martina Weiß beleuchtet Leben und Werk von Kate Steinitz, einer engen Freundin Kurt Schwitters‘, mit dem sie zusammen dadaistische Kinderbücher schuf.

5. August 2016
»New American Haggadah«
"Jonathan Safran Foer, Nathan Englander, Jeffrey Goldberg, Lemony Snicket, Rebecca Newberger Goldstein und Nathaniel Deutsch: Das könnte das >Who is Who< der modernen jüdischen US-amerikanischen Intellektuellen sein und das ist es vermutlich auch. Gemeinsam haben sie aber eine neue Haggadah herausgebracht, die New American Haggadah. Mit Oded Ezer kommt noch ein innovativer israelischer Typograph hinzu. Zugleich ist es eine Haggadah, die den traditionellen Text mitbringt, ihn jedoch mit modernen Elementen verschmilzt und über die Typographie eine starke gestalterische Gewichtung erhält. Es hat den Anschein, als sei für alle etwas dabei: Für die jüdischen Hipster, für die Literaturbegeisterten, die Design-lnteressierten, für die Orthodoxen, für die Liberalen oder einfach nur für alle, die sich intellektuell mit der Geschichte auseinandersetzen wollen, die zum Seder erzählt wird. Jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, was alles machbar ist und über welche Wege man sich dem Thema annähern kann." (zitiert nach http://www.sprachkasse.de/blog/2012/03/14/new-american-haggadah/). Helga Horschig zeigt diese Neuerscheinung aus dem Jahr 2O12- auch in Kontext mit anderen Haggadot aus der Sammlung des Museums.

3. Juni 2016
»Von Alef bis Tav«
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Synagoge in Offenbach werden in der Reihe "Buch des Monats" am 3. Juni Werke in hebräischer Schrift aus der Sammlung des Klingspor Museums präsentiert. Gezeigt werden u.a. kalligrafische Blätter von Werner Eikel mit Psalmen in Hebräisch und Deutsch und ein Schöpfungsalphabet aus dem Buch Sohar mit farbenprächtigen Buchstabenbildern von Josua Reichert.

1. April 2016 (13.45 Uhr)
»Ulrich Wagner – Zeichen, Raum, Papier«
Im April 2016 jährt sich zum einhundertsten Mal die Weihung der Synagoge in Offenbach. Zu diesem Anlass führt Nina Mößle zunächst durch den begehbaren Lichtraum von Ulrich Wagner in der Städtischen Sparkasse. Der Gang durch den Raum „SchwarzLicht“ berührt Orte, die mit dem Schicksal der Juden in Offenbach tief verbunden sind. Grundrisse fügen sich in einem übergreifenden Raster farbiger Linien und Felder ein. Vermeintlich Vergangenes leuchtet mitten ins Leben der Stadt. Anschließend wird das zeitgleich ausgestellte Buch „New York“ in der Stadtbibliothek vorgestellt und im Kontext der künstlerischen Themenstellung verortet.
Treffpunkt ist vor dem Eingang der Sparkasse in der Berliner Str. 46.

5. Februar 2016
»°Ich hätte Nein sagen sollen, oder dass ich etwas vorhätte [...]"«
Das Buch des Monats Februar widmet sich einer besonderen Ausgabe der Tragikomödie ,Die Bluse' von Hermann Harry Schmitz, die 1914 posthum im Band ,Das Buch der Katastrophen' erschien. Schmitz setzt mit großem Witz und gutem Blick für die Schrulligkeiten des Alltags einen Blusenkauf in Szene, der sich Seite für Seite zu groteskem Unheil steigert.
Alexandra Engelberts erzählt den Text in experimenteller Typografie und Elementen der konkreten Poesie auf visueller Ebene mit und schafft in der Ausgabe aus dem Anabas-Verlag von 1998 ein Feuerwerk aus Bild und Text, das einfach gute Laune macht.

8. Januar 2016
»Wolgang Borchert«
(*1921 in Hamburg; †1947 in Basel), dessen schmales Werk von Kurzgeschichten, Gedichten und einem Theaterstück nach dem Zweiten Weltkrieg zur so genannten Trümmerliteratur gehörte, arbeitete in allen Werken mit Symbolen, insbesondere mit der Farbe, die Gegensätze und Emotionen unterstreichen, die Handlung atmosphärisch widerspiegeln oder zum Teil sogar ersetzen. Seine Texte, auf diese Weise schon inhaltlich "illustriert", haben zu sehr unterschiedlichen Umsetzungen bei der graphischen Ausdrucksweise geführt.
Helga Horschig zeigt ausgesuchte Bücher aus der Sammlung, die zu verschiedenen Zeitpunkten an Wolfgang Borcherts Werk anknüpfen.

4. Dezember 2015
»Adrian Frutiger - Aspekte seiner Schrift- und Buchkunst«
Seine Modernität war humanistisch gemildert, sein Fachwissen mit tiefer historischer Kenntnis gesättigt: Mit dem Tod von Adrian Frutiger hat die Welt der Schriften einen ihrer prägendsten Gestalter verloren. Joachim Güntner, NZZ So beginnt der Nachruf in der Neuen Züricher Zeitung vom 13.September. Der Entwerfer von mehr als 30 Schriftfamilien ist mit seinen Arbeiten auch im Klingspor Museum zentrales Kapitel der Typographie des 20. Jahrhunderts. Aber auch seiner Schrift "Der Mensch und seine Zeichen" gilt höchste Beachtung, ebenso den originalgrafisch ausgestatteten Büchern zur Genesis (1960) und Partages (1962). Der Versuch eines Rückblicks scheitert an der Weite und Größe der Arbeit Adrian Frutigers. Die Ausführungen von Stefan Soltek erweitert Otmar Hoefer, Monotype, um Aspekte der Zusammenarbeit mit dem Schriftenentwerfer.

6. November 2015
»Stadtansichten - "Stop Warehousing Apartments"«
Bereits heute leben 54 Prozent der Menschen in Städten, in der Mitte unseres Jahrhunderts sollen es zwei Drittel sein. Die Stadt gilt einerseits als Sehnsuchtsort, der bessere Lebensmöglichkeiten verspricht, andererseits als Stätte des Elends. ln der Buchkunst wird das Thema Stadt in all seiner Ambivalenz aufgegriffen: von der spätmittelalterlichen Darstellung des Paradieses als Stadt über die miserablen Lebensbedingung der Massen in den rasant gewachsenen Städten im frühen 20. Jahrhundert bis zur höchst aktuellen Frage, ,,Wem gehört die Stadt?". Martina Weiß spannt einen Bogen von Dürers Vorstellung des himmlischen Jerusalem über Frans Masereels expressionistische Holzschnitte des urbanen Lebens bis zu Andrew Castruccis Kampf um bezahlbaren Wohnraum in New York

2. Oktober 2015
»1 Cent Life«
Das unter diesem Titel veröffentlichte opulente Malerbuch des chinesisch-amerikanischen Künstlers Walasse Ting (1929 Shanghai - 2010 New York) war Teil der im August beendeten Ausstellung YESTERDAY - Die Sixties in Buch und Schrift.
In diesem Buch, entstanden anfangs der 60er Jahre als Kunstprojekt, sind Grafiken von 27 Künstlern zusammengefügt zu einem facettenreichen Werk, das die unterschiedlichen Kunstrichtungen der Zeit eindrücklich aufzuzeigen vermag. Alle 62 Lithografien - von so bekannten Künstlern wie Antonio Saura, Robert Indiana, Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein, um nur wenige zu nennen - konnten in der Ausstellung und auch in der sie begleitenden Katalogbox nicht ausdrücklich berücksichtigt werden, sind aber außerordentlich sehenswert.
Nina Mößle, wissenschaftliche Volontärin des Museums, wird das Vorstellen und Blättern als kleine Reminiszenz zur viel beachteten Ausstellung übernehmen.

4. September 2015
»Zu Ehren von Hermann Zapf (* 8. November 1918 in Nürnberg; † 4. Juni 2015 in Darmstadt).«
Des Lebens Anfang macht die Schrift – Hermann Zapf schrieb diese Sentenz Friedrich Schillers als eine von vier Wahrheiten auf eins der schönsten Blätter überhaupt, die von der Ausdruckskraft des Schreibens leben. Zapf hat der Schrift sein Lebenswerk gewidmet und die Entwicklungsgeschichte des geschriebenen Worts in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg mit seinen Schriften maßgeblich geprägt. Palatino und Optima allein genügten, um dies zu belegen – vieles mehr hat der Protagonist in Hand- und Druckschrift geschaffen. Seine Kreativität hatte auch immer die technische Umsetzung im Blick. Dem Computerzeitalter öffnete er sich, ja er half, seine typografischen Errungenschaften an die Erfordernisse der digitalen Verbreitung anzupassen. Nicht zuletzt davon wird Otmar Hoefer berichten, der als verantwortlicher Mitarbeiter bei Linotype und Monotype seit Jahren Hermann Zapf begleitet und seine Verdienste erlebt hat. Die Rückschau auf das großartige Werk des jüngst Verstorbenen soll münden in der Vorstellung von Anna-Lena Unger, Wiesbaden, der neuen Trägerin des Rudo Spemann-Preises, der kürzlich im Klingspor Museum verliehen wurde.

7. August 2015
»Louise Grunewald: Buchstaben«
Nomen est omen – mit der Herstellung dieser Schrift betrat Rudolf Koch tatsächlich Neuland. Er schlug sie ohne vorherigen Entwurf mit Punzen, Hammer und Feile direkt aus dem Metall. Seine Absicht war es, etwas Wuchtiges zum Ausdruck zu bringen, das sich auch in seinen Schriftblättern aus den frühen Zwanzigern zeigte. Er hielt eine Erneuerung der deutschen Schrift für notwendig, doch im Gegensatz zum mechanisierten Buchdruck versuchte er, sein Konzept mit traditionellen Handwerkstechniken umzusetzen.
Inspiriert davon (und vom schriftgestalterischen Werk Rudolf Kochs) bei einem Besuch im Klingspor Museum schuf Louise Grunewald, Kalligraphin und Designerin aus Durango/ Colorado mit deutschen Wurzeln, ein einzigartiges Alphabet-Buch, das sie bei ihrem erneuten Besuch dem Museum als Geschenk für die Sammlung überließ als den „einzig möglichen Ort“ dafür.
Bibliothekarin Helga Horschig freut sich nun sehr darauf, das Buch zu präsentieren.

3. Juli 2015
»Der großartige Zeichner hat den Illustrator geschluckt«*
Licht, Farbe und Atmosphäre bestimmen die Malerei des Impressionismus. Einige impressionistische Maler wie Max Slevogt, Max Liebermann oder Lovis Corinth haben allerdings auch ein umfangreiches grafisches Werk geschaffen, das sich in großen illustrierten Buchausgaben von beispielsweise ,Lederstrumpf', Faust II oder Goethes Gedichten niederschlägt. Die Farbe zählt in den Lithografien und Radierungen der impressionistischen Buchkunst nicht zu den vorrangigen grafischen Ausdrucksweisen, und trotzdem wurde die malerische Umsetzung der Motive zur damaligen Zeit als so dominant wahrgenommen, dass sich ein fachlicher Disput um die Funktion und Rezeption der lllustration entspann. Wie viel Künstlerpersönlichkeit kann eine Illustration vertragen?
   Im Buch des Monats Juli zeigt Dorothee Ader einige Ausgaben aus dem Bestand des Klingspor Museums, in denen impressionistische Künstler die Illustration als eigenständiges künstlerisches Medium in Textzusammenhang gebracht haben.
* Lothar Lang zu Max Slevogt's Faust II-Illustrationen.

5. Juni 2015
Nacht
Die Nacht - verlockend und furchteinflößend zugleich - ist Thema in Kinderbuch, Pressendruck und Künstlerbuch: In Maurice Sendaks berühmtem Kinderbuch. "In der Nachtküche" (→) reist der Protagonist Micky durch eine surreale Traumwelt, überfliegt die Milchstraße und landet am Schluss wieder in seinem Bett. In den "Nachtgedichten" der Schierlingspresse versammelten Doris und Dieter Sdun Texte von Goethe bis Eichendorff und druckten sie mit schwarzer Schrift auf schwarzes Papier. Susanne Nickels faszinierendes Künstlerbuch "Nachts" mit einem Gedicht der brasilianischen Schriftstellerin Hilda Hilst erzeugt vielfältige Assoziationen. Stephanie Ehret-Pohl präsentiert die Werke aus der Sammlung des Museums und lädt ein zum Staunen und Träumen.

8. Mai 2015
Mord in der Bibliothek.
... Zahlreiche Künstler haben sich im Buch mit dem Thema Mord beschäftigt. Herders Schauerballade "Edward" wird zur Kriminalakte, Hans Hillmanns Bildgeschichte zu Dashiell Hammetts "Fliegenpapier" liest sich als großartige Reminiszenz an den Film noir. Die Buchkünstlerin Karin Innerling verarbeitet Textcollagen von Raymond Chandler zu einem Künstlerbuch. Max Slevogt versieht das blutrünstige Märchen der Brüder Grimm "Fitchers Vogel" mit Lithographien und der französische Bilderbuchkünstler Yvan Pommaux erzählt das Märchen vom Rotkäppchen als moderne Detektivgeschichte im Comicstil. Martina Weiß stellt diese und weitere Mordgeschichten vor und öffnet einen geheimnisvollen Stahlkoffer mit ungewöhnlichem Inhalt.

10. April 2015
Dieter Sdun
Dieter Sdun wurde 1944 in Leubnitz geboren und starb am 20. Januar 2015. Die Kunst des Druckens, des Schreibens und des Buchmachens verliert einen ihrer Protagonisten. Seine Drucke strömen Vitalität aus, verleihen den politischen und literarischen Inhalten Brisanz und Eindringlichkeit. Stefan Soltek zeigt ausgewählte Werke aus der Sammlung des Klingspor Museums, die an den produktiven Künstler erinnern.

6. März 2015
Hans Eckert führt durch die Ausstellung "Handverlesen - Künstlerbücher und Pressendrucke aus der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main".
Die UB Frankfurt sammelt seit den 1950er Jahren neben anderen bibliophilen Ausgaben auch Künstlerbücher, d.h. Bücher, an und in denen sich künstlerische Ausdrucksmittel in verschiedensten Formen manifestieren. Das Spektrum reicht von originalgrafischen lnterpretationen literarischer Texte über die Verwendung und Bearbeitung außergewöhnlicher Materialien bis hin zu aufwändig gestalteten Unikatbüchern. Ab 2012 sind die Frankfurter Künstlerbücher Forschungsgegenstand eines von der Kunsthistorikerin Dr. Viola Hildebrand-Schat geleiteten wissenschaftlichen Seminarprojekts, das mit der vorliegenden Ausstellung seinen Abschluss erfährt. Projektbeteiligte sind die UB Frankfurt, das Klingspor-Museum Offenbach und das Kunsthistorische lnstitut der Goethe-Universität Frankfurt.
lm Rahmen der Führung wird als eines der herausragenden Werke der Ausstellung David Hockneys Meisterwerk "Six Fairy Tales from the Brothers Grimm" (London: Petersburg Press, 197O) präsentiert. Das großformatige, mit zahlreichen Original-Radierungen illustrierte Buch stellt mit seiner Vielschichtigkeit und seinen versteckten kunsthistorischen Bezügen eine Verbindung sowohl zwischen Literatur und Kunst als auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart her.

6. Februar 2015
Georges Braque. Der Maler kommt zu Wort.
Braque ist bekannt als Mitbegründer des Kubismus, als Schöpfer des großartigen Buchs Theogonie und als Schöpfer jener Vogelfigur, die in noch so zahlreichen Abwandlungen wie ein Markenzeichen unverkennbar für den großen Künstler des 20. Jahrhunderts ist. Aber wer weiß, was Braque gedacht hat? In seinen Cahiers (Heften) hat er Sentenzen geschrieben und mit sie unterstützenden Zeichnungen versehen. Darin lernen wir seine Denkungsart kennen, Überzeugungen, die ihn als Mensch und Maler getragen haben. Vortrag von Dr. Stefan Soltek.

9. Januar 2015
Dilettanten erhebt euch.
Mit dieser Parole präsentierten sich die Kölner Dadaisten in Ihrer Zeitschrift die schammade [1920]. Max Ernst, Johannes Theodor Baargeld und Hans Arp waren gleichzeitig Herausgeber, Beiträger und Gestalter dieser einzigartigen Manifestation des künstlerischen Dada in Deutschland, die heute eine gesuchte Rarität auf dem Buchmarkt ist. Helga Horschig blättert sie für Sie auf und schildert den besonderen hintergrund der Publikation.

Frühere Veranstaltungen seit Oktober 2006:
5. Dezember 2014 Akim rennt, von Claude K. Dubois. 5. September 2014 landschaft. Ansicht und Absicht …
4. Juli 2014 Hans Hillmann, 1925 - 8. Mai 2014.
06.Juni 2014 Fine printing in California 1920 - 1980.
04.Oktober 2013 Die Drucke der Ashendene Press (1895 - 1935).
05.Juli 2013 Harry Graf Kessler. Kosmopolit, Dandy, Kunstmäzen, Diplomat, Zeitzeuge und Pressendrucker
07.Juni 2013 Hans Hillmann
05.April 2013 MANN UND FRAU - von Gerhard Rühm, 1972
01.März 2013 Leporello
01.Februar 2013 Die Hebräische Schrift.
04.Januar 2013 Natur im Künstlerbuch. Peter Heckwolfs Bücher
02. November 2012. Die Insel-Bücherei
05. Oktober 2012: Künstlerbücher im Kontext von Fotografie - Hans-Peter Feldmann.
07. September 2012: Goethe von hinten und von vorn - viele Goethe-Ausgaben.
01. Juni 2012: DURCHDRINGEN. DURCHDRUNGEN. DAS BUCH EN BLOC
03. Februar 2012: East meets West - Buchkunstwerke von Veronika Schäpers
06. Januar 2012: Sabine Golde, "Die Farben der Leere", Anthologie vvon Vittorio Sereni
02. Dezember 2011: Empedokles von Agrigent, Über die Natur der Seelen. (Wilhelm Neufeld)
04. November 2011: Cornelia Groß, „Epilogos", zu einem lyrischen Text der dänischen Autorin Inger Christensen.
07. Oktober 2011: Das Werk von Otto Rohse (geb. 1925).
05. August 2011: Rudolf Koch und Siegfried Guggenheim.
01. Juli 2011: Marginalien zur Buchkunst von Klaus Ensikat "Zwischen Albrecht Dürer und Woody Allen"
03. Juni 2011: Minne, Märtyrer und Manneskraft. von Christine Euler.
06. Mai 2011: Faszination Sterne.
01. April 2011: Burgi Kühnemann. Das Alphabet der Tiere.
04. Februar 2011: Alfred Kubins (1877-1959) Prophet Daniel. Der Zeichner und Illustrator. Mappe „Der Prophet Daniel“.
07. Januar 2011:Letterlap- Gestickte Schrift und die Geschichte einer textilen Schreibtechnik.
03. Dezember 2010: Künstlerbücher von Karin Innerling.
05. November 2010: Ines von Ketelhodt und Peter Malutzki. Die Sprache der Farbe.
01. Oktober 2010: Das schöne Buch in den USA. Fine Printing.
03. September 2010: Tiger im Buch.
06. August 2010: Buchkunst des Jugendstils. Sammlung Rudolf von Larisch.
02. Juli 2010: Werbedrucke von Wilhelm Deffke (1887-1950).
04. Juni 2010: Der ausgebüxte Engel oder Kunstbücher (nicht nur) für Kinder.
07. Mai 2010: Goethes Prometheus, ein Malerbuch von Henry Moore - Prägedrucke.
09. April 2010: Günther Uecker (Objektkünstler, Maler und Plastiker). Vom Licht.
05. März 2010: Otto Hupp (1859-1949), Schriftgestalter, Heraldiker, Kunsthandwerker, Graphiker.
05. Februar 2010: Kinderbücher von Sebastian Meschenmoser. "Herr Eichhorn weiß den Weg zum Glück".
08. Januar 2010. Christoph Meckel und die Eremiten-Presse. Um die Eremiten-Presse, ihren Gründer V.O. Stomps und die ungewöhnliche Entwicklung seit der Gründung 1949 ranken sich im Literaturbetrieb zahlreiche Legenden.
4. Dezember 2009: Papierparadies von Kveta Pacovská – eine Hommage an Kurt Schwitters’ Märchen „Der Hahnepeter“
6. November 2009: Rudolf Kochs Christusmonogramme - Schrift in Farbe und Form gefasst. Eva-Andrea Schmitt
2. Oktober 2009: Bücherlust mit Hans Eckert, Universitätsbibliothek Frankfurt
4. September 2009: Die Künstlerin Doris Preußner stellt ihr Buch "Liebste D." vor.
7. August 2009: Unaulutu-Steinchen im Sand. Künstlerbuch von Frieder Heinze und Olaf Wegewitz (DDR - 1986)
3. Juli 2009: Buchkunst des Jugendstils (Martina Weiß)
5. Juni 2009: Dr. Stefan Soltek: Zwischen Tier und Typo - zwei Künstlerbücher von HAP Grieshaber
8.Mai 2009: Hinterlistiges von Tomi Ungerer.
3.April 2009: Heines Reisejacke. Ein Schriftobjekt von Burgi Kühnemann.
6.März 2009: Johann Wolfgang v. Goethe "Der Zauberlehrling", Künstlerbuch von Anja Harms
6.Februar 2009: Heinrich Holz - ein zu Unrecht vergessener [Offenbacher] Künstler (1890-1927)
9.Januar 2009: Rudyard Kipling "Wie das Elefantenkind zu seinem Rüssel kam"
5.Dezember 2008: Kafka in der Buchkunst
7. November 2008: Exlibris - aus den Büchern von ... Die Exlibris-Sammlung des Klingspor-Museums
10. Oktober 2008: Christine Hartmann: Hommage an Antoni Tapies
5. September 2008: Grafischer Aufschrei. Felix M. Furtwängler: "Fantastic Fonts"
1. August 2008: Feste des Lebens, Schriften von Peter Behrens
4. Juli 2008: Joan Miró / Tristan Tzara: Parler seul.
6. Juni 2008: Des Lebens eigentlichen Anfang macht die List. Reineke Fuchs: Werner Klemke, Wilhelm v. Kaulbach (aus dem Nachlass von Anna Steiner-Praetorius).
9. Mai 2008: Josef Hegenbarth – Svend Fleurons "Strix – Die Geschichte eines Uhus".
4. April 2008: Walter Crane – Little Queen Anne und andere zauberhafte Bildgeschichten.
7. März 2008: André Reuze: Giganten der Landstraße.
1. Februar 2008: Bilder eines ausgestorbenen Handwerks. [z. B. Rudolf Koch]
4. Januar 2008: Insel-Bücherei

Lohnt einen Blick:
Schätze in der Bibliothek
2009 war Pablo Picasso dabei!




Aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen
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www.frank-praetorius.deDr. Frank Praetorius 50º 04,6´N / 08º 45,8´E.  Lauterbornweg 27, 63069 Offenbach am Main, Germany, Phone +49 (69) 84 34 45, Fax +49 (69) 83 83 78 03      E-Mail: frank.praetorius@gmx.net